Medikamente
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Sie erzählen in Ihren Vorträgen gern, dass Sie keine Medikamente für Ihre Behandlung brauchen.
Ist das von Ihnen verwendete Lidocain denn kein Medikament?



Lidocain hat mit den bekannten Medikamenten zur Schmerz- und Kopfschmerzbehandlung wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol oder den Triptanen sowie den unterstützend wirkenden Muskelrelaxantien (Medikamente zur Muskelentspannung), Antidepressiva und Antiepileptika oder Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen) keinerlei pharmakologische oder wirkungsmäßige Gemeinsamkeiten. Es wird als Lokalanästhetikum üblicherweise in der Neuraltherapie oder zur örtlichen oder zur regionalen Schmerzbekämpfung während Operationen eingesetzt, dort auch zur gezielten Lähmung von Armen oder Beinen. Neben der Lähmung ist die Gefühllosigkeit ein typisches Wirkungsmerkmal einer erfolgreich betriebenen Schmerzausschaltung durch Lokalanästhetika.

Wir haben hingegen für die ganz spezielle Verwendung von Lidocain dessen Konzentration, das heißt die Moleküldichte so stark gesenkt, dass wir bei seinem Einsatz weder Gefühllosigkeit noch irgendwelche Lähmungen erzeugen.

Das dabei für Patienten immer wieder verblüffende Ergebnis ist die spontane Schmerz- und Beschwerdefreiheit ohne Nebenwirkungen. Der Grund hierfür liegt nicht nur in der geringen Moleküldichte, sondern vor allem dem damit verbundenen speziellen Wirkmechanismus auf ausschließlich schmerzleitende Nerven sowie die unter den pathologischen Bedingungen eines Migräne-Anfalls durchblutungshemmenden Nerven des Sympathicus. Lidocain wirkt damit den Krankheitsursachen entgegen und unterscheidet sich damit in der von uns verwendeten speziellen pharmakologischen Zubereitung grundlegend von allen bisher bekannten, nur symptomatisch wirksamen Medikamenten zur Schmerz- und Kopfschmerzbehandlung.




Könnte man anstelle von Lidocain auch andere Lokalanästhetika einsetzen?

Man könnte, jedoch haben Versuche ergeben, dass andere Lokalanästhetika in vergleichbarer Konzentration keine besonderen Vorteile gegenüber Lidocain besaßen, sodass wir auf das hinsichtlich seiner Wirkungen und möglichen unerwünschten Wirkungen wissenschaftlich wohl am längsten und gründlichsten untersuchte Lidocain zurückgegriffen haben.