Behandlungsverläufe
schwer Betroffener (2002-2004)
Die Verlaufskurven der untersuchten 77 Behandlungsfälle schwer betroffener Migränepatienten
entsprechen im Wesentlichen den Erwartungen, die an die Ergebnisse einer ursachenorientierten Behandlung zu stellen sind: Schmerz- und Beschwerdefreiheit am Ende der Behandlung.
Etwas spektakulärer erscheinen allerdings die Krankheitsdaten der Patienten vor Behandlungsbeginn:
8,15 Anfälle pro Monat mit einer durchschnittlichen Anfallsdauer von knapp 52 Stunden, Krankheitsdauer über 22 Jahre.
In der türkisfarbenen Linienführung der über 5 Wochen therapierten Patienten sind im Diagramm "Schmerzen und Beschwerden" einige unruhige Abschnitte unübersehbar.
Es handelt sich dabei um Migränepatienten, die in noch schlechterem Gesundheitszustand waren, als sich aus den durchschnittlichen Krankheitsdaten erkennen lässt. Während die rote Linienführung der Patienten mit 4-wöchiger Behandlungsdauer einen eher ruhigen, kontinuierlichen Verlauf zur Null-Linie der Schmerz- und Beschwerdefreiheit zeigt, ist der Verlauf der Patienten mit 5-wöchiger Behandlungsdauer in den ersten Behandlungstagen und selbst noch Ende der zweiten Woche unruhig.
Dahinter verbergen sich eine Entzugssymptomatik nach übermäßigem Medikamentengebrauch sowie Reaktionen auf individuell unverträgliche Nahrungs- und Genussmittel. Diese Problematik sehen wir häufig bei Patienten, die über längere Zeiträume hinweg Schmerzmittel eingenommen hatten.
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