| Unsere Klinik |
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Trotz erheblichen Aufwands blieben die Behandlungsergebnisse jedoch hinter den Erwartungen zurück. Zwar konnten Medikamente reduziert oder gegen wirksamere ersetzt werden, auch viele Schmerzen des Bewegungsapparates deutlich gebessert, oft sogar ganz beseitigt werden. Jedoch waren alle noch so intensiven Bemühungen gescheitert, auch chronische Kopfschmerzen erfolgreich zu behandeln. Das galt für den schweren chronischen Spannungskopfschmerz ebenso wie für die Migräne, deren Häufigkeit und Intensität nur reduziert, nicht aber dauerhaft beseitigt werden konnten.
Die damals schon verfügbaren Daten der Grundlagenforschung ließen den Schluss zu, dass die Entwicklung eines Migräneanfalls mit Veränderungen im Genick zu tun haben könnte. Wenig später konnten wir diese Annahme mit speziellen Röntgenaufnahmen der Region erhärten und mit einer ebenso speziellen Injektionsbehandlung einen Migräneanfall innerhalb weniger Minuten komplett löschen. Damit hatten wir wichtige Einblicke in die Verknüpfungen zwischen Peripherie und Gehirn und die Bedeutung des sympathischen Nervensystems für Entstehung und Unterhaltung nicht nur der Migräne, sondern zugleich auch anderer chronischer Schmerzerkrankungen, darunter Spannungskopfschmerzen, Schulter-Arm- und Nackenschmerzen gewonnen.
Die Vertiefung dieser Erkenntnisse, die Verfeinerung der Behandlungsmethode und die weitere Erforschung der vielfältigen Rahmenbedingungen der Entwicklung chronischer Schmerzen führte schließlich zur Abkehr von der symptomatischen Behandlung mit Medikamenten.
Mit der Hinwendung zur ursachenorientierten Behandlung ohne Medikamente und der systematischen Erforschung peripherer Triggermechanismen konnten in der Vergangenheit nicht nur Migräne und Spannungskopfschmerz, sondern eine Vielzahl weiterer chronischer Schmerzerkrankungen geheilt werden.
Mit fortlaufender Erweiterung unserer Erkenntnisse zur Schmerz-Entstehung und Schmerz-Chronifizierung durch Kooperation mit der neuromolekularen Grundlagenforschung der Philipps Universität Marburg entstand ein immer feineres Netzwerk klinisch relevanter Informationen, sodass wir heute selbst den vermeintlich Aussichtslosesten unter den chronisch Schmerzkranken unsere wirksame Hilfe anbieten können. Migräne-Forschung seit 1989
Entdeckung von Anfalls-Induktions-Mechanismen von Migräne und Migräne-Aura
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