Migräne bei Menstruation

Hormone sind nicht alleine Schuld

Zusätzlich zum Östrogenmangel sind Störquellen
vor allem im Genick bzw. in der oberen Brustwirbelsäule
die Ursache der Migräne-Anfällen.

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Migräne bei Menstruation

Ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren

„Ich habe während meiner Menstruation regelmäßig die schwersten Migräne-Anfälle, Hormone aber helfen nicht, kann ich dennoch auf Ihre Hilfe hoffen?“

Östrogen ist im weiblichen Organismus eine Art Schutzhormon. Das heißt, es schützt unter anderem Nerven vor zu starker Belastung durch innere oder äußere Einflüsse. Ist vorübergehend nur noch sehr wenig Östrogen wirksam wie während der Menstruation, sind infolge dessen viele Frauen verstärkt licht- und lärmempfindlich, geruchsempfindlich, schmerzempfindlicher, nervöser und reizbarer. Dass nicht alle Frauen während ihrer Geschlechtsreife davon betroffen sind, beruht auf der vielfältigen Wirkung im Zusammenspiel anderer Hormone und ist in der Regel ererbt.

Bei den Betroffenen jedoch löst der vorübergehende Östrogenmangel Migräne-Anfälle aus bzw. verstärkt sie. Das bedeutet aber nur, dass bei diesen Frauen neben ihrer vom Östrogenmangel hervorgerufenen nervlichen Überempfindlichkeit zusätzlich an verschiedenen Stellen im Organismus Störquellen arbeiten, vor allem im Genick und / oder in der oberen Brustwirbelsäule. Diese Störsender provozieren pathologische Rückenmarks-Impulse die schließlich im Gehirn zu den im Migräne-Anfall bekannten Veränderungen des Blutverteilungsmusters führen.

Verzweifelte Frau - Schmerz-Therapie-Zentrum Baden-Baden

Da aber speziell das Zentral-Nerven-System zum Zeitpunkt der Menstruation nur mangelhaft geschützt ist, wirken sich die Veränderungen des Blutverteilungsmusters stärker auf die schmerzempfindlichen und autonomen Nerven aus, was heftigere Migräne-Anfälle zur Folge hat.

Wenn die Störquellen erkannt und Ursachen-orientiert behandelt werden, haben diese Frauen im Prinzip die gleichen Chancen gesund zu werden, wie andere Frauen auch, bei denen das „Östrogen-Problem“ nicht so ausgeprägt ist oder gar nicht in Erscheinung tritt.

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